Zu Besuch bei La Conreria d´Scala Dei in Scala Dei (im Februar 2009)

5. September 2010

Wir parken auf dem Hauptplatz in Scala Dei, dem kleinen, heute zu La Morera de Montsant gehörenden Anwesen, in dem 18 Einwohner über das ganze Jahr leben. Mit der Klosterruine gleichzeitig touristischer wie auch historischer Mittelpunkt des Priorats. Die schmucke Anlage der heutigen Siedlung war zu früheren Zeiten der Wirtschaftshof des Klosters.

Wir besuchen heute einen von hier drei ansässigen Erzeugern, von dem ich bislang nur einmal auf der Fira etwas gekostet habe. Bereits auf dem Parkplatz begrüßt uns ein gepflegter und lieber Jagdhund, der sogleich Anstalten machen will, in mein Auto einzusteigen.

Wenig später lernen wir die junge Önologin Sumpta Mateos kennen, die uns erwartet. Nach einigen einführenden Worten zu dem Mitte der 90er Jahre gegründeten Projekt, bei dem u. a. ein echter Mönch mitwirkt, besuchen wir einen gleich hinter dem Anwesen liegenden Weinberg, auf dem Grenache Blanc Stöcke für den Weißwein stehen. Der Jagdhund, den Sumpta natürlich kennt, begleitet uns plötzlich. Irgendwann legt er uns ein Stück Rebholz vor die Füße und fordert uns auf, mit ihm zu spielen. Natürlich ermüdet er nicht, auch wenn wir ihn zwei Terrassen tiefer scheuchen, er nimmt abwärts gleich den kürzesten Weg die Terrassen hinunter.

Wir erfahren, das La Conreria 24 ha. eigene Rebflächen hat, aber auch noch Trauben zukauft. Die Parzellen sind in den verschiedenen Gemarkungen des Priorats verteilt. Man ist noch immer am Bauen, gegénwärtig entsteht ein neuer, moderner Keller, in dem nach dem Schwerkraftprinzip gearbeitet werden kann. Nach dem Umzug soll aus dem jetzigen Kellergebäude ein Hotel werden. Die Fässer lagern derzeit noch in einer echten Garage. Während wir diese besuchen, verliert unser vierbeiniger Freund sein Interesse an uns.

Später bekomme ich eine Kiste mit Musterflaschen zusammengestellt und koste einen Süßwein aus 2008 – er besteht aus Grenache von einer hoch gelegenen Parzelle in La Morera, wird aber aufgrund der nur geringen Menge sicher nicht in den Verkauf geraten. Er braucht kein Dessert, er ist selbiges, recht süß, aber zugleich sehr frisch. Läßt sich für einen Süßwein sehr gut trinken.

Inzwischen sind auch die meisten Musterflaschen verkostet und haben gezeigt, dass dieser Erzeuger sehr zu Unrecht bislang wenig in meinem Fokus stand. Dabei gibt es bereits seit 1997 Weine von diesem Erzeuger.

Der aus Barcelona stammende junge Önologe Jordi Vidal ließ sich 1997 in Scala Dei nieder und gründete seinen kleinen Celler. An seiner Seite arbeiten zwei Freunde, einer davon ist Priester – Josep M. Mitjans und Jaume Sabater.

Es ist nicht schwer, der beste der drei in Scala Dei ansässigen Erzeuger zu sein, der zu Codorniú gehörige Celler d´Scala Dei hat mich in der letzten Zeit nicht mehr positiv beeindruckt und um Masia Duch liegt nach wie vor ein Schleier der Ungewißheit, was hier die Zukunft bringen wird.

Aber La Conreria ist zweifelsohne ein aufstrebender Stern am Priorathimmel. Die bislang verkosteten Weine machen Durst auf mehr…

Dieser Artikel sollte eigentlich bereits im letzten Jahr erschienen sein, aber aufgrund dessen, dass sich plötzlich keine Fotos mehr in meinen Blog einfügen ließen, geriet der schon im Juni 2009 geschriebene Text beinahe in Vergessenheit.

Inzwischen sollte La Conreria auch wieder qualitative Konkurrenz in Scala Dei bekommen haben – aber diese belebt ja bekanntlich…

Jetzt mit einem Update von WordPress scheint das Einbinden von Fotos wieder zu funktionieren. Damit können nun hoffentlich einige weitere Artikel zur Tour im Februar 2009 und auch zu späteren Touren
geschrieben werden.

Und auch der Blog ist mit Fotos allgemein ja auch weit weniger trocken… Diese Fotos hier stammen von Frank Korte aus Berlin, der im Februar 2009 mit mir unterwegs war.

Der Jahrgang 2005 im Prioratführer

28. August 2010

Das Jahr 2005 ist wohl das Chamäleon der letzten Jahre. Heiß, aber nicht so übermäßig heiß wie 2003, trocken, aber nicht so übermäßig trocken wie 2003 – die Voraussetzungen für einen ganz großen und lang lagerfähigen Jahrgang waren beizeiten gegeben, schon Fassproben offerierten eine reiche und reife Frucht und massives Tannin.

Zur Fira 2007, auf der der Jahrgang vorgestellt wurde, fanden wir wunderbare Weine, die den 2004er Jahrgang vielleicht sogar in den Schatten stellen würden. Höchste Noten wurden in rauer Masse gezückt, nicht nur von uns, auch von allen möglichen anderen Kritikern der Welt.

Dennoch sprachen wir von Anfang an von einem Jahrgang der Langstreckenläufer, bei dem selbst die preiswerten Joven-Weine auf eine Lebenserwartung von 10+ Jahren hinwiesen.

Es kam, wie es kommen musste, etliche Weine verschlossen sich und zeigten sich abweisend wie junge Tannat- oder auch viele Bordeauxweine…

Der eine oder andere Wein begeisterte auch noch nach dem Abtauchen vieler in die Verschlussphase und zeigte sich getreu dem Motto: Ein großer Wein ist immer groß… Einen Corelium, einen Roquers de Porrera und einige andere haben wir nie zickig erlebt, dagegen zeigte sich ein Clos Mogador selbst nach ca. 10 Tagen noch nicht gesprächsbereit. Etliche in Blindproben erst spät eingelieferte Musterflaschen waren erst mal weit entfernt vom Fira-Ersteindruck.

Bange machen gilt nicht – nur wer weiß, wann die Weine wieder im Spaßbereich auftauchen…

Man kann nur schauen, was zum aktuellen Zustand hier und dort in Foren, auf Blogs o. ä. gesagt wird, um dann den einen oder anderen im Zwischenhoch oder in beginnender Trinkreife zu „erwischen“ – leider gibt es absolut keine verlässlichen Verallgemeinerungen. Eine im Januar 2010 stattgefundene 2005er Probe war harte Arbeit und kaum Trinkspaß, andere im Mai / Juni geöffnete neue Weine begeisterten wiederum auch mit erstem Trinkspaß.

Klar purzelten hier und da die Bewertungen erst einmal, aber ich bin mir recht sicher, die Weine erreichen ihr Fira-Niveau eines Tages wieder oder übertreffen es vielleicht sogar hier und da. Dann werden sie aber u. U. „unbezahlbar“ sein – daher heißt es bei den vielen Angeboten von 2005ern noch heute auf dem Markt – ab Hof oder ab Händler – ausführlich die Verkostungsnotizen lesen, die es über einen jeden Wein schon gibt und dann kaufen, um später umso mehr Genuss zu haben.

Aufgrund der Sperrigkeit haben auch etliche Winzer ihre großen 2005er noch nicht für den Verkauf freigegeben und selbst einige kleine werden erst jetzt verkauft. Auch ich habe nach dem Fast-Ausverkauf des Porrera Vi Negre 2006 von Sangenis I Vaque den 2005er davon erst jetzt in mein Angebot aufgenommen. Das Entdecken jetzt lohnt sich!

Der Boom im Priorat ging auch 2005 weiter, etliche neue Winzer stiegen mit diesem Jahrgang ein, während andere bereits begannen, neue Weine heraus zu geben und sich der burgundische Gedanke von Lagenweinen bereits begann zu etablieren. Erste Vi de Finca – Modelle entstanden, Clos Mogador durfte sich als Erster offiziell mit einer Anerkennung als besonderer Cru schmücken, die dem Grand Cru Classé der Franzosen nahe kommt.

Aber auch andere Erzeuger begannen, auf ihrem Etikett das Dorf der Herkunft oder die Einzellage heraus zu streichen. Eine neue Bewegung zu noch mehr „Spitze an der Spitze“ begann. Hohe Parkerbewertungen in 2004 und 2005 führten aber auch zu einem Beginn der Spekulation a la Bordelaise, bei der aber nicht jeder Winzer gleichermaßen mitspielte – oft waren es auch diverse Händler, die spekulative Luft für schnelle Profite witterten.

Dennoch, die meisten blieben auf dem Boden und bieten nach wie vor viel Genuss für (im internationalen Rahmen) vergleichsweise geringes Geld.

Im Prioratführer 2010 haben wir bereits 122 verschiedene Weine beschrieben, aktuell sind es 131 verschiedene 2005er im Prioratführer.

Die aktuelle Spitze markieren dabei:

Platz 1 / 131
Sangenis I Vaque; Clos Monlleo; rot – 98/100 (98,4167++)

Platz 2 / 131
Combier Fischer Gerin; Trio Infernal 2/3; rot – 98/100 (98,25++)

Platz 3 / 131
Bodegas Mas Alta; La Creu Alta; rot – 98/100 (98,25+)

Platz 4 / 131
Mas Doix; Doix Costers de Vinyes Velles; rot – 98/100 (98+)
Clos Mogador; Nelin; weiß – 98/100 (98+)

Platz 6 / 131
Alvaro Palacios; Finca Dofí; rot – 97/100 (97,25++)

Platz 7 / 131
Cims de Porrera; Classic (100% Carignan); rot – 97/100 (97,125+)

Platz 8 / 131
Celler Cal Pla; Planots; rot – 97/100 (97++)

Platz 9 / 131
Sangenis I Vaque; Coranya; rot – 97/100 (96,9166++)

Platz 10 / 131
Pasanau Germans; El Vell Coster; rot – 97/100 (96,625)

Platz 11 / 131
Bernard Magrez; Herencia del Padri; rot – 97/100 (96,5+)

Platz 12 / 131
Mas d´ en Just; Mas d´ en Just; rot – 96/100 (96,33+)

Platz 13 / 131
Terra de Verema; Corelium; rot – 96/100 (96,28++)

Platz 14 / 131
Bodegas Mas Alta; La Basseta; rot – 96/100 (96,25++)

Platz 15 / 131
Clos Mogador; Manyetes; rot – 96/100 (96,25)

Weitere 12 Weine erhalten abgestuft ebenfalls noch 96/100, darunter der neben dem Coranya und dem Corelium ebenfalls in meiner Prioratführerselektion noch erhältliche Roquers de Porrera.

Beste Rotweine im Mittelklassepreissegment (mehr als 15 bis 30 € / Flasche):

Sangenis I Vaque; Coranya; rot – 97/100 (96,9166++) – Platz 9 /131 insgesamt

La Conreria d´ Scala Dei; Iugiter; rot – 96/100 (95,5833++) – Platz 26 / 131 insgesamt

Celler Cecilio; L´ Espill; rot – 95/100 (94,75+) – Platz 33 / 131 insgesamt

Combier Fischer Gerin; Trio Infernal 1/3; rot – 95/100 (94,5++) – Platz 38 / 131 insgesamt

Genium Celler; Genium Ecologic; rot – 94/100 (94,4+) – Platz 40 / 131 insgesamt

Beste Rotweine im Basissegment (bis 15 € / Flasche)

Bodega Colais; Tetis; rot – 93/100 (93,25+) – Platz 60 / 131 insgesamt

Celler de l´ Encastell; Marge; rot – 93/100 (93+) – Platz 66 / 131 insgesamt

Sangenis I Vaque; Porrera Vi Negre; rot – 92/100 (91,75++) – Platz 92 / 131 insgesamt

Celler Cecilio; Negre; rot – 92/100 (91,5++) – Platz 95 / 131 insgesamt

Josep Barceló Vinyes; Solá Classic; rot – 92/100 (91,5+) – Platz 96 / 131 insgesamt

Beste Weißweine:

Clos Mogador; Nelin; weiß – 98/100 (98+) – Platz 4 / 131 insgesamt

Mayol Viticultors; Roser; weiß – 95/100 (94,6) – Platz 36 / 131 insgesamt

Costers del Siurana; Kyrie; weiß – 93/100 (93+) – Platz 66 / 131 insgesamt

Ripoll Sans; Closa Batllet Blanc; weiß – 93/100 (92,75+) – Platz 75 / 131 insgesamt

Sangenis I Vaque; Lo Coster Blanc; weiß – 93/100 (92,5+) – Platz 81 / 131 insgesamt

Auch in meiner Prioratführerselektion lassen sich Weine dieses lange lagerfähigen Jahrgangs noch in allen Preiskategorien finden – hier mein derzeitiges Angebot an Weinen aus 2005 in der Übersicht nach den Dörfern aus dem Priorat:

El Molar:

La Perla del Priorat; Clos Les Fites Blanc; weiß – 91/100 (91) – Platz 104 / 131 insgesamt
20,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer
Nur noch 5 Flaschen vorhanden!

Terra de Verema; Corelium; rot – 96/100 (96,283++) – Platz 13 / 131 insgesamt
60,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer
Nur noch 10 Flaschen vorhanden!

Gratallops:

Celler Cecilio; L´ Espill; rot – 95/100 (94,75+) – Platz 33 / 131 insgesamt
28,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer

Celler de l´ Abadia; Alice; rot – 93/100 (92,729++) – Platz 76 / 131 insgesamt
24,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer
Nur noch 4 Flaschen vorhanden!

Celler de l´ Abadia; Clos Clara; rot – 93/100 (93,3429+) – Platz 58 / 131 insgesamt
43,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer
Nur noch 10 Flaschen vorhanden!

Poboleda:

Burgos Porta; Mas Sinén Coster; rot – 95/100 (94,6875+) – Platz 35 / 131 insgesamt
41,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer (bio-zertifiziert)

Genium Celler; Genium; rot – 93/100 (92,5+) – Platz 81 / 131 insgesamt
18,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer

Genium Celler; Genium Ecologic; rot – 94/100 (94,4+) – Platz 40 / 131 insgesamt
20,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer (bio-zertifiziert)
Nur noch 17 Flaschen vorhanden!

Porrera:

Celler de l´ Encastell; Roquers de Porrera; rot – 96/100 (95,6++) – Platz 25 / 131 insgesamt
34,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer

Sangenis I Vaque; Porrera Vi Negre; rot – 92/100 (91,75++) – Platz 92 / 131 insgesamt
13,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer

Sangenis I Vaque; Coranya; rot – 97/100 (96,9166++) – Platz 9 / 131 insgesamt
30,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer
Nur noch 17 Flaschen vorhanden!

Spitzenrotweine:
Fast ausnahmslos lagern. Trinken nur zu wissenschaftlichen Zwecken…

Mittelklasserotweine:
Lagern oder im Ausnahmefall bereits jetzt über mehrere Tage trinken – lange belüften!

Basisrotweine:
Lagern oder über mehrere Tage trinken.

Weißweine:
Trinken oder Lagern.

Der Jahrgang 2004 im Prioratführer

24. August 2010

2004 gehört zu den drei ganz großen der Jahre zwischen 2000 und 2008 und ist sicher der erste Prioratjahrgang überhaupt, der eine solche Vielzahl exzellenter, großer und sogar Weltklasseweine hervorgebracht hat.

Die Zahl der Hersteller ist de facto inzwischen explodiert, neben den traditionellen und den Prioratpionieren gibt es inzwischen viele ehemalige Traubenlieferanten, die ihr Glück darin suchen, einen eigenen Wein abzufüllen. Die Jugend kehrt in die Dörfer zurück, junge Önologen übernehmen die alten Rebbesitze der Familien. Etliche der Neuen können gleich vom Start weg „punkten“… Darunter leiden zwar mitunter die, die bislang zugekauft haben und die Kooperativen, aber die Vielfalt der Erzeuger wirkt sich ungemein belebend im Wettbewerb aus. Etliche neue Namen drängen an die Spitze oder zumindest in das Verfolgerfeld. Das Niveau wächst rasant.

Auch immer mehr Ausländer investieren im Priorat, sie kommen aus Frankreich, Belgien, Deutschland, der Schweiz, aber auch aus Australien, den USA und Südafrika. Das kleine Priorat wird mehr und mehr zum Schmelztiegel der Weinproduktion höchster Qualität in Spanien.

Der Jahrgang hat von allem reichlich, aber von nichts zu viel gesehen und so entstehen wunderbar balancierte und harmonische, tiefe Weine, die aber auch zugleich sehr gut lagerfähig sind.

Auch die für den Prioratführer verkostete Anzahl der Weine des Jahrgangs erreicht eine völlig neue Dimension. 109 Weine zählt die aktuelle CD, ganz aktuell sind es sogar 110 verschiedene Weine, die wir mindestens ein Mal, oft aber auch ausführlich und häufiger verkostet haben. Es ist auch der erste Jahrgang, von dem wir für den Prioratführer in größerer Zahl Musterflaschen für eine ausführlichere Verkostung bekommen haben

Die Mittelklasse wird deutlich stärker, etliche neue Winzer platzieren ihren großen Wein nicht bei 40 € und mehr pro Flasche, auch in der Preisklasse zwischen 15 und 30 € finden sich etliche großartige Tropfen.

Und auch der Weißweinjahrgang überzeugt mit einer größeren Zahl von Weinen.

Klar ist, das ich auch in meiner Prioratführerselektion einen ersten umfassenderen Fokus auf diesen schönen Jahrgang gesetzt habe. Aber auch in den Kellern der Erzeuger dürften noch einige Weine schlummern, denn etliche Erzeuger verkaufen ihre Weine nicht sofort nach der Abfüllung in die Flasche, sondern erst nach einer angemessenen Reifezeit. Manches kommt erst derzeit auf die Märkte.

Das Erfreuliche ist, dass der Jahrgang recht einheitlich gut gelungen ist, so dass man selbst bei Blindkäufen selten daneben greift.

Die Spitze der vom Prioratführer verkosteten Weine:

Platz 1 / 110
Celler Fuentes; Cartus; rot – 98/100 (98,25)

Platz 2 / 110
Clos Mogador; Nelin; weiß – 98/100 (98+)

Platz 3 / 110
Clos Mogador; Clos Mogador; rot – 98/100 (97,5)

Platz 4 / 110
La Vinya del Vuit; Ocho; rot – 97/100 (97+)

Platz 5 / 110
Merum Priorati; Osmin; rot – 97/100 (96,875++)

Platz 6 / 110
Mas Igneus; Barranc Dels Closos Blanc; weiß – 97/100 (96,6)

Platz 7 / 110
Mas Martinet; Clos Martinet; rot – 97/100 (96,583++)

Platz 8 / 110
Cartoixa de Montsalvat; Montsalvat; rot – 97/100 (96,57+)

Platz 9 / 110
Mas Garrian; Clos Severí; rot – 97/100 (96,5++)
Mas Doix; Doix Vinyes Velles; rot – 97/100 (96,5++)

Beste Rotweine der Mittelklasse (15 bis 30 € / Flasche)

Mas Garrian; Clos Severí; rot – 97/100 (96,5++) – Platz 9 / 110 insgesamt

Sangenis I Vaque; Coranya; rot – 96/100 (95,9166++) – Platz 19 / 110 insgesamt

Clos I Terrasses Espana; Laurel; rot – 95/100 (95++) – Platz 27 / 110 insgesamt

Rotllan & Marqués; Vinya Marqués Crianca; rot – 95/100 (95+) – Platz 29 / 110 insgesamt

Celler Fuentes; Finca El Puig; rot – 95/100 (94,75+) – Platz 35 / 110 insgesamt

Beste Basisrotweine bis 15 € / Flasche

Celler de l´ Encastell; Marge; rot – 93/100 (93,333+) – Platz 64 / 110 insgesamt

Ainat Vinum; Clot del Cirer; rot – 93/100 (92,75+) – Platz 74 / 110 insgesamt

Sangenis I Vaque; Porrera Vi Negre; rot – 93/100 (92,5417) – Platz 78 /110 insgesamt

Beste Weißweine:

Clos Mogador; Nelin; weiß – 98/100 (98+) – Platz 2 / 110 insgesamt

Mas Igneus; Barranc Dels Closos; weiß – 97/100 (96,6) – Platz 6 / 110 insgesamt

Combier, Fischer, Gerin; Trio Infernal 0/3; weiß – 95/100 (95) – Platz 34 / 110 insgesamt

Das Angebot an 2004er Prioratweinen in der Selektion des Prioratführers, bei mir per Mail oder auch telefonisch bestellbar:

El Molar:

Mas Garrian; Clos Severí; rot – 97/100 (96,5++) Platz 9 /110 insgesamt
20,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer

La Perla del Priorat; Clos les Fites; rot – 92/100 (92++) Platz 83 / 110 insgesamt
20,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer

Gratallops:

Celler Cecilio; L´ Espill; rot – 93/100 (92,857+) Platz 72 / 110 insgesamt
28,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer
Nur noch 7 Flaschen!

La Vilella Alta:

Escoda Rivero; Isaral; rot – 92/100 (92,4047+) Platz 81 / 110 insgesamt
21,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer

Escoda Rivero; Prior Pons; rot – 94/100 (94,42++) Platz 42 / 110 insgesamt
36,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer

Cartoixa de Montsalvat; Montgarnatx, rot – 93/100 (93++) Platz 69 /110 insgesamt
(93 Parker)
27,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer
Nur noch 15 Flaschen!

Cartoixa de Montsalvat; Montsalvat; rot – 97/100 (96,57+) Platz 8 / 110 insgesamt
40,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer
Nur noch 7 Flaschen!

Poboleda:

Terres de Vidalba; Tocs; rot – 94/100 (94,04+) Platz 46 / 110 insgesamt
(94 Parker)
30,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer
Nur noch 8 Flaschen!

Burgos Porta; Mas Sinén Negre; rot – 94/100 (93,8416++) Platz 57 / 110 insgesamt
33,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer

Porrera:

Sangenis I Vaque; Vall Por; rot – 94/100 (93,888+) Platz 53 / 110 insgesamt
18,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer

Sangenis I Vaque; Clos Monlleo; rot – 96/100 (96,375) Platz 11 / 110 insgesamt
47,00 € pro 0,75 l Flasche incl. 19% Mehrwertsteuer
Nur noch 3 Flaschen!

Spitzenrotweine: Lagern oder nach längerem Dekantieren über mehrere Tage trinken

Mittelklasserotweine. Über mehrere Tage nach dekantieren trinken oder lagern.

Basisrotweine: Trinken, auch über mehrere Tage

Weißweine: Trinken, auch über mehrere Tage

20. “Weinmarkt” in Bernburg

24. August 2010

Eigentlich müsste ich eine neue Kategorie schaffen „Wein – und dennoch kein Vergnügen“, um diesen Artikel zum 20. Bernburger Weinmarkt zu platzieren.

Ein knappes Dutzend Weingüter aller möglichen Anbaugebiete Deutschlands kommen für drei Tage nach Bernburg, um der hiesigen biergewohnten Bevölkerung etwas „Weinkultur“ zu bieten.

Die ostdeutschen Weinbaugebiete sind lediglich einmal vertreten, also knapp besser wie in mancher Weinliteratur aus deutschen Kritiker- oder Händlerhause…

Aus den westlichen Anbaugebieten bringt man nicht einen wirklich namhaften Winzer nach Bernburg, kein Name, der lobend in Weinforen oder in der Literatur erwähnt wird, ist zugegen, nichts, was das Herz der Weinfreaks höher schlagen lassen würde. Stattendessen allem Anschein nach Weingüter aus der grauen Masse, vielleicht dritt- bis fünftklassig, die den Bernburgern das für besten deutschen Wein verkaufen, was sie anderswo nicht mehr loswerden. Sicher sind es keine schlechten oder fehlerhaften Weine, das würde man uns hier auch nicht mehr zumuten. Aber deutsche Spitzenweine darf man hier keinesfalls erwarten.

Man lässt gutes Geld für jede Menge Banalität. Auch ich war natürlich das eine oder andere Mal wenigstens neugierig. Die drei Pfälzer Weine, die ich gar mal in der Flasche erwarb, um sie in Ruhe nach zu verkosten, waren aus der Sicht, was ich sonst so für gewöhnlich aus meinen Schatzkisten hebe, heraus geworfenes Geld. Und ich trinke ja bekanntlich nicht nur Mouton und Consorten…

Die letzte Flasche – ein Cabernet Sauvignon, in der Ankunftsnacht zur Fira-Tour 2010 getrunken, war mir mit Zudrücken aller Hühneraugen und da auf dem schönsten Biwakplatz im Priorat getrunken grad mal 80/100 Th. wert, eigentlich hätte er nur in den 70ern bewertet werden müssen, was dann nach meiner Wertung „befriedigender und fehlerfreier kleiner Wein“ geheißen hätte.

Seit 1991 findet dieser Weinmarkt statt und noch immer ist Bernburg nicht in der Realität eines offenen und vereinten Europa angekommen. Der Ausschank von Weinen aus anderen Ländern der EU ist nach wie vor nicht nur nicht gewollt, sondern regelrecht verboten – egal ob dort Pallhuber seinen EU-Ramsch feilbieten würde oder ob Händler mit Spitzenwinzern im Portfolio oder gar prominente Winzer mit Spitzenweinen anreisen würden, all das bleibt auf obskure Art und Weise unterdrückt.

Ich importiere nun seit zwei Jahren Weine, die sich im internationalen Vergleich sehen lassen können, Spitzenqualitäten wie auch überzeugende Basisweine. Mein stetig wachsender Kundenkreis sind Weinfreunde aus allen Teilen Deutschlands, aus Österreich, aus der Schweiz etc. Ihre positiven Rückmeldungen bezüglich meines Weinangebotes bestärken mich darin, dass meine Entscheidung, hier eine neue Selbständigkeit aufzubauen, die richtige war.

In Bernburg hingegen, quasi vor der eigenen Haustür bin ich zum einzigen weinbezogenen Event der Stadt unerwünscht, weil meine Weine aus Spanien und Frankreich sind…

Mag sein, dass dies Nachwirkungen dessen sind, dass auf jenem Marktplatz eine Zeitlang ein Thor-Steinar Laden existierte und wohl auch diverse NPD-Büros. Mag sein, dass wirklich die 1000 € „Förderung“ irgendeines national orientierten Weinverbandes der Grund für diese nationalistische Ausgrenzung alles Fremden ist. Mag sein, dass deutsche Weinbauverbände alle Weine aus anderen Ländern mit feindseligen Augen betrachten, die nur durch Verbot und Ausschluss den deutschen Gaumen vorenthalten werden müssen. Mag sein, dass sich die drittklassigen deutschen Winzer, die hier zum –zigsten Male herkommen, fürchten, dass sie plötzlich gegen bessere Winzer und Weine konkurrieren müssten…

Die Bezeichnung “Bernburger Weinmarkt” an sich suggeriert nicht, dass es sich um ein deutsch-nationales Event handeln würde, was alles Nicht-Deutsche per se von vornherein ausschließt…

… – mich als seit über 20 Jahren überzeugten Europäer befremdet dieses Verhalten jährlich aufs Neue. Aber was kann man schon dagegen tun, außer sich ärgern und nicht hingehen.

Klaro – diese freie Meinungsäußerung doch unter „Kein Wein – Kein Vergnügen“ ablegen und stattdessen an den drei Tagen richtig gute Weine aus dem eigenen Bestand trinken. Da wird nichts dabei sein, was nur mit allergrößtem Wohlwollen 80/100 Th. bekommt…

Und weiterhin Weinfreunde aus ganz Deutschland und anderen Ländern zu mir einladen, die sich über mein Weinangebot freuen. Wenn es dem „gemeinen Bernburger“ schon von Amts wegen verboten bleibt, meine Spanier und Franzosen kennen zu lernen…

Der Prioratjahrgang 2003 im Prioratführer

22. August 2010

Es scheint, als prallen bei 2002 und 2003 die Extreme aufeinander und so ist auch 2003 wieder als ein extremes Jahr zu sehen. Allerdings war das ja so ziemlich in ganz Europa der Fall, so dass die 2003er Prioratweine schon in Linie zu den anderen Weinbaugebieten stehen. Extreme Hitze, Trockenstress – am Ende oft überkonzentrierte überreife Weine und das Gefühle gekochter Trauben, das gab es nicht nur im Priorat, aber eben auch hier.

Auch in diesem Jahr gab es wiederum Winzer, die auf die Herausgabe des großen Weines verzichteten. Dennoch sind viele Weine insgesamt besser gelungen als in 2002, in der Breite gibt es höhere Noten, aber der Prioratführer ist dennoch bislang sparsam mit allerhöchsten Noten. Auch gibt es einige Pärchen, bei denen mir die 2002er Version besser gefällt.

Wer aber alles im Griff hatte, der konnte auch große Weine vorstellen – erstmals war ich bei der Vorstellung des Jahrgangs auf der Fira in Falset und erlebte quasi den Jahrgang von seinen Kinderschuhen an.

Inzwischen gibt es eine Unzahl neuer Erzeuger, neuer Weine und einige neue Trends – so beginnt der eine oder andere Winzer mit der Herausgabe eines Weißweins, es entstehen mehrere Weine, die der so genannten Mittelklasse zuzurechnen sind und auch im Bereich bis 15 € finden sich vermehrt Basisweine.

Auch Robert Parker und seine Mannschaft wird immer mehr auf das Priorat aufmerksam, ebenso weitere internationale Kritiker, das Priorat definiert sich mehr und mehr als Hochqualitätsregion und es kommen mehr und mehr „Goldgräber“ ins Land.

Der Prioratführer verzeichnet in seiner Ausgabe 55 verschiedene Weine aus 2003, mit heutigem Datum sind 56 Weine von 38 Erzeugern.

In den Kellern mancher Winzer schlummern noch immer 2003er Weine, aber es ist auch oft eine Stilfrage, man mag sie mehr, man mag sie weniger. Auch bei denHändlern sind etliche Weine noch hier und da zu kaufen. In meiner Prioratführerselektion gibt es allerdings bislang noch nichts aus 2003.

Dennoch habe ich einige Weine gern getrunken und ich freue mich auch noch auf das eine oder andere Fläschchen aus meinem Keller zu diversen Gelegenheiten, einigen Mittelklasseweinen sollte vielleicht sogar mal in absehbarer Zeit auf den Zahn gefühlt werden.

Die aktuelle Spitze des Jahrgangs nach dem Prioratführer:

Platz 1 / 56
Mas Martinet; Clos Martinet; rot – 96/100 (96)
Celler Vall Llach; Vall Llach; rot – 96/100 (96)
Celler Vall Llach; Idus de Vall Llach; rot – 96/100 (96)

Platz 4 / 56
Mas d´ en Gil; Clos Fontá; rot – 95/100 (95+)
Combier, Fischer, Gerin; Trio Infernal 2/3; rot – 95/100 (95+)
Celler del Pont; Lo Givot; rot – 95/100 (95+)
Sara I René Viticultors; Partida Bellvisos; rot – 95/100 (95+)

Platz 8 /56
Mas Doix; Doix Vinyes Velles; rot – 95/100 (94,5)

Platz 9 / 56
Celler de l´ Encastell; Roquers de Porrera; rot – 94/100 (94,4)

Platz 10 / 56
Clos I Terrasses Espana; Laurel; rot – 94/100 (94++)

Bester Weißwein

Costers del Siurana, Kyrie; weiß – 94/100 (94) – Platz 13 / 56 insgesamt

Beste Weine bis 20 €:

Ardevol; Coma d´ en Romeu; rot – 94/100 (94+) – Platz 11 /56 insgesamt

Sangenis I Vaque; Vall Por; rot – 94/100 (93,656) – Platz 14 / 56 insgesamt

Jaume Aixalà Sabaté; Negre; rot – 93/100 (93) – Platz 22 / 56 insgesamt

Spitzenrotweine:
Lagern oder Trinken (lange belüften und über mehrere Tage beobachten)

Mittelklasse – Rotweine:
Trinken (dekantiert und durchaus über mehrere Tage) oder Lagern

Basisrotweine:
Trinken (dekantiert und durchaus über mehrere Tage)

Weißweine:
Trinken oder Lagern

Der Prioratjahrgang 2002 im Prioratführer

20. August 2010

Das Jahr 2002 gehört zu den eher sehr schwierigen Jahrgängen des Priorats. Unterdurchschnittliche Sommer-Temperaturen und weniger Sonnenstunden als normal, zugleich überdurchschnittlich viel Regen, die gleiche komplizierte Lage wie in Teilen Südfrankreichs – obwohl es das Châteauneuf – du – Pape sicher noch deutlich härter getroffen hat.

Aber man kann nicht pauschal den Jahrgang 2002 schlecht sprechen. Die Gemarkungen Bellmunt und El Molar, auch Teile von Gratallops waren noch relativ begünstigt, während Torroja, Porrera und die anderen hochgelegenen Teile des Priorats meist so benachteiligt waren, dass einige Winzer auf die Herausgabe des großen Weines komplett verzichteten.

Einige neue Betriebe mussten ausgerechnet mit diesem Jahrgang starten, wobei sich dort Escoda Rivero richtig gut zu schlagen wusste. Zugegeben war der Prior Pons auch ein Wein mit echter Miniauflage, aber man konnte einen kleinen Paukenschlag im Konzert der Schellen platzieren.

Insgesamt gab es zwar erneut leicht mehr Erzeuger, aber nicht unbedingt so viel mehr neue Weine. Auch im Prioratführer sind nur 29 Weine dieses Jahrgangs gelistet und es ist schwer, noch neue Weine aufzuspüren, die der eine oder andere sich dennoch hingelegt hat. Auch in meinem privaten Keller wartet nichts mehr, was nicht schon verkostet worden wäre, denn ich habe in diesem Jahr sehr selektiv und nur nach vorheriger Verkostung gekauft – und das wäre auch mein Rat an all jene, die noch nach 2002 suchen – auf den Prioratführer verlassen (mehr bezüglich der Beschreibungen als nur nach den Punkten) oder vorher selber kosten.

Im besten Falle darf man Weine erwarten, die das Priorat stilistisch bis dato wohl noch nicht so gesehen hat, Die besten Weine des Jahrgangs sind nicht kraftstrotzend, sondern relativ finessenreiche Gaumenschmeichler, Verführer gar. Der burgundisch orientierte Stil wird aus einer Wetterlaune heraus geboren…

Andere, auch nicht gerade billige Weine sind völlige Zicken, unharmonisch, mit Säureüberhang, unzugänglich und wohl nur für hart gesottene Freaks. Dennoch macht man hier in der Regel nicht die Philosophie der Preissprünge wie im Bordelais. Die Finger dürfen sich dann höchstens Händler verbrühen, die diese Weine mit schlechtem PGV dann mit Verlust verkaufen.

Die Winzer geben entweder den großen Namen gar nicht heraus (z.B. Cims de Porrera oder sie erfinden einen „Notnamen“ für die Weine, um den Ruf der guten Weine nicht zu gefährden. Auch Sangnis I Vaque verzichtete auf die herkömmlichen Linien und gab stattdessen einen „Dara“ heraus, denn selbst Namen wie Vall Por oder Porrera Vi Negre wollte man nicht antasten.

Interessanterweise haben viele Winzer begonnen, die positiven Attribute der besten 2002er in späteren Jahren bewusst herauszuarbeiten. Das Umdenken im Stil der Prioratweine – weg von den kraftstrotzenden Fruchtbomben – hin zum „Burgund Spaniens“, es nahm in 2002 seinen Anfang

Den 29 Weinen der 2010er Ausgabe des Prioratführers konnte aktuell nichts Neues hinzugefügt werden.

Die besten Weine des Jahrgangs aus der Sicht des Prioratführers:

Platz 1
Celler Fuentes; Gran Clos; rot – 97/100 (96,75)

Platz 2
Mas Garrian; Mas de l´ Camperol; rot – 96/100 (96,25+)

Platz 3
Clos Mogador; Clos Mogador; rot – 96/100 (95,5+)

Platz 4
Costers del Siurana; Clos de l´ Obac; rot – 95/100 (95)

Platz 5
Celler Bartolomé Vernet; Primitiu del Bellmunt; rot – 95/100 (94,5+)

Platz 6
Mas Garrian; Clos Severí; rot – 94/100 (94,386+)
Noch 4 Flaschen zu je 22,00 € in der Prioratführerselektion vorhanden!

Platz 7
Escoda Rivero; Prior Pons; rot – 94/100 (94,0416)

Bester Weißwein:

Celler Fuentes; Vinya Llisarda; weiß – 90/100 (89,625+) – Platz 22 / 29

Bester Wein bis 20 €:

Masdeu I Campos; Pedralets; rot – 92/100 (91,75) – Platz 17 / 29

Große Rotweine und Mittelklasserotweine – trinken (die besten auch über mehrere Tage) oder lagern (die besten unter ihnen)

Basisrotweine – trinken oder austrinken

Weißweine – trinken oder austrinken

Der Prioratjahrgang 2001 im Prioratführer

19. August 2010

2001 ist einer der größten Jahrgänge der aktuellen Dekade, wir finden bereits einige gänzlich neue Erzeuger und auch im Prioratführer sind aus diesem Jahrgang bereits 43 Weine gelistet – in der aktuellen Ausgabe des 2010er Führers, aber auch mit heutigem Stand. So häufig macht man keinen neuen, noch unbekannten 2001er mehr auf, denn auch dieser Jahrgang ist ab den Weingütern weitestgehend ausverkauft. Im Handel gibt es jedoch noch einige und auch ich habe erst jetzt aktuell den Coranya frisch eingekauft.

In meiner Prioratführerselektion findet man somit noch aktuell 5 Weine des Jahrgangs, der bei den großen Weinen so ganz langsam in die Trinkreife kommt.

Ich persönlich halte mich in diesem Jahr weitgehend mit dem trinken der 2001er noch zurück, aber dafür freue ich mich schon umso mehr auf die „10 Years After“ im 2011, für die so allerhand bereits in den Startlöchern steht.

Eine letzte kleine Probe Ende letzten Jahres aber zeigt, dass man sich hier wahrlich auf richtig schöne Spitzenweine in der damaligen Breite freuen kann.

Auch im Prioratführer wird bei diesem Jahrgang nicht mit hohen Bewertungen gegeizt.

Die Top 10 der Rotweine:

Platz 1
Clos Figueres; Clos Figueras; rot – 97/100 (97,33+)

Platz 2
Clos Mogador; Clos Mogador; rot – 97/100 (97+)
Cartoixa de Montsalvat; Montsalvat; rot – 97/100 (97+)
7 Restflaschen zu je 43 € in der Prioratführerselektion verfügbar!

Platz 4
Celler Vall Llach; Vall Llach; rot – 97/100 (97)

Platz 5
Mas d´ en Gil; Clos Fontá; rot – 97/100 (96,67)

Platz 6
Cims de Porrera; Classic; rot – 96/100 (96,25+)

Platz 7
Mas d´ en Gil; Coma Blanca; weiß – 96/100 (96,166+)

Platz 8
Cartoixa de Montsalvat; Montsalvat Selecvm; rot – 96/100 (96,05+)
inzwischen ausverkauft!

Platz 9
Mas Garrian; Mas de l´ Camperol; rot – 96/100 (95,7619+)
Zu 31 € pro Flasche in der Prioratführerselektion verfügbar!

Platz 10
Sangenis I Vaque; Coranya; rot – 96/100 (95,729)
Zu 28 € pro Flasche in der Prioratführerselektion verfügbar!

Bester Weißwein:
Mas d´ en Gil; Coma Blanca; weiß – 96/100 (96,166+) – Platz 7 insgesamt

Beste Weine unter 20 €:

Jaume Sabaté Mestre; Mas Plantadeta Crianca; rot – 93/100 (93) – Platz 26 insgesamt
Sangenis I Vaque; Vall Por; rot – 93/100 (92,625) – Platz 28 insgesamt
Francisca Vicent Robert (Cesca Vicent); Torana; rot – 91/100 (91+) – Platz 34 insgesamt

Ebenfalls in der Prioratführerselektion erhältlich:

La Perla del Priorat; Comte Pirenne; rot – 95/100 (95,0625+) – Platz 14 insgesamt
50 € pro Flasche.

Spitzenrotweine – Trinken (dekantieren und über mehrere Tage genießen) oder Lagern
Mittelklasserotweine – Trinken (dekantieren und über mehrere Tage genießen) oder Lagern
Basisrotweine – Trinken
Weißweine – Trinken

Der Prioratjahrgang 2000 im Prioratführer

18. August 2010

2000 war ein exzellentes Jahr im Priorat, Erzeuger und Weine waren aber noch überschaubar.

Im Prioratführer sind aktuell 24 Weine von 16 Erzeugern aufgelistet, in der aktuellen CD 2010 sind es 23 Weine. Leider konnten wir den Montsalvat und den Clos Mogador nicht in die Liste aufnehmen, da beide einen Korkfehler hatten. Beide wären durchaus Anwärter auf die Spitzengruppe gewesen…

In unserer 2000er Probe “Ten years after” hatten wir zum großen Teil aber auch erneut Weine, die bereits gelistet sind. Während bei meinen Verkosterkollegen der Jahrgang 2000 bereits weitgehend ausgetrunken ist, habe ich zwar noch einige Flaschen im Bestand. Es muss ja schließlich noch eine “15 years after” Probe geben…

Dazu wurden wir vor allem auch bestärkt, da sich etliche Weine der Probe noch recht jung zeigten – entsprechend wurde auch mit “+”-Zeichen nach der Wertung nicht gegeizt, obwohl ja die Weine eigentlich schon nicht mehr ganz die Jüngsten sind.

Zu kaufen findet man inzwischen recht wenig, in den Kellern gibt es fast nichts mehr, in den Geschäften vor Ort darf man auch schon mal mit Liebhaberpreisen rechnen, wenn man noch Weine dieses Jahrgangs findet.

Auch ich habe aus diesem Jahrgang leider nichts mehr im Angebot meiner Prioratführerselektion. Dennoch, wenn die Weine aus verläßlicher Quelle kommen, ist die Suche nach den Besten unter ihnen durchaus eine lohnende Sache.

Ich verweise dazu auch auf die weiter unten im Blog stehenden Notizen zur 2000er Probe.

Die Spitze der Weine, die der Prioratführer empfiehlt, ist die folgende:

Platz 1:
Celler de l´ Encastell; Roquers de Porrera – rot – 97/100 (96,5)

Platz 2:
Clos Figueres; Clos Figueras – rot – 96/100 (95,5++)

Platz 3:
Sangenis I Vaque; Clos Monlleo – rot – 95/100 (95,4375)

Platz 4:
Celler Fuentes; Gran Clos – rot – 95/100 (94,9375)

Platz 5:
Sangenis I Vaque; Coranya – rot – 95/100 (94,5625)

Platz 6:
Pasanau Germans; Finca La Planeta – rot – 95/100 (94,533+)

Bester Weißwein:
Costers del Siurana; Kyrie – weiß – 93/100 (93) auf Platz 10 insgesamt

Preis-Genuss-Sieger (Weine bis 20 €/ Flasche):
Sangenis I Vaque; Vall Por – rot – 93/100 (93,33+) auf Platz 9 insgesamt

Spitzenweine: Trinken oder Lagern – dekantieren und gut über mehrere Tage trinken
Mittelklasse: Trinken, können durchaus noch gewinnen
Basisweine: Austrinken
Weissweine: Austrinken

41 Seiten neuer Verkostungsnotizen…

18. August 2010

gilt es nun bereits seit dem Redaktionsschluß für den Prioratführer 2010 im Februar diesen Jahres aufzuarbeiten und ins Englische zu übersetzen, nicht mitgerechnet die Seiten zu den neuen Erzeugern, die ich auf der Vinisud kennenlernte und die Winzerbesuche anläßlich der Firatour 2010.

Da wurde jede Menge an neuen Weinen verkostet, aber auch etliche Weine erneut in die Gläser gegeben,um ihren derzeitigen Zustand zu überprüfen. Zu den Jahrgängen ab 2000 werde ich hier in den nächsten Tagen jeweils einen speziellen Artikel schreiben.

Viele der nachverkosteten Weine konnten ihre Prioratführerbewertung halten, allerdings gab es auch eine Reihe von notwendigen Auf- oder Abwertungen. Einige der auf der Fira bzw. bei anderen Kurzproben verkosteten Weine konnten ihre Qualität in einer Ausführlichen Blindprobe nicht beweisen und sie mußten so, teils deutlich, abgestuft werden.

Andererseits gab es auch einige erfreuliche Entwicklungen bei einzelnen Weinen, die hochgestuft werden mussten.

Andere Noten als im Prioratführer 2010 erhalten aktuell die folgenden Weine:

Bellmunt

Casa Gran del Siurana; Gran Cruor; 2007 rot – von 96 auf 93 abgewertet
Mas d´ en Gil; Coma Blanca; 2005 weiß – von 95 auf 91 abgewertet

El Molar

La Perla del Priorat; Clos Les Fites; 2004 rot – von 91 auf 92 aufgewertet
La Perla del Priorat; Noster; 2004 rot – von 90 auf 91 aufgewertet

Falset

Ferrer I Bobet; Ferrer I Bobet; 2007 rot – von 96 auf 93 abgewertet

Gratallops

Arrels del Priorat; La Guinardera; 2006 rot – von 97 auf 95 abgewertet
Celler Cecilio; L´ Espill; 2000 rot – von 91 auf 93 aufgewertet
Costers del Siurana; Miserere; 2000 rot – von 92 auf 91 abgewertet
Trossos del Priorat; Lo Mon; 2007 rot – von 97 auf 93 abgewertet
Vinedos de Ithaca; Odysseus Rosat; 2007 rosé – von 93 auf 92 abgewertet
Vinyes de Manyetes; Solertia; 2007 rot – von 95 auf 93 abgewertet

Porrera

Sangenis I Vaque; Clos Monlleo; 2000 rot – von 97 auf 95 abgewertet
Sangenis I Vaque; Vall Por; 2005 rot – von 94 auf 93 abgewertet

Scala Dei

La Conreria d´ Scala Dei; Nona Petit; 2006 rot – von 92 auf 91 abgewertet

Torroja

Llicorella Vins; Gran Nasard; 2005 rot – von 90 auf 92 aufgewertet
Terroir Al Limit; Vi de Vila; 2007 rot – von 95 auf 94 abgewertet

Wie kommen die Bewertungen zustande?

Es ist der Durchschnitt aller Verkostungen durch Klaus-Peter Werner bzw. Torsten Hammer

Haben beide den Wein verkostet, dann ist die Gesamtpunktzahl der Durchschnitt aus den Durchschnitten beider Verkoster, d.h. hat nur einer von beiden den Wein deutlich besser oder schlechter bewertet, dann fällt die Änderung, gleich in welche Richtung weniger stark aus, als wenn beide den Wein auf- oder abwerten.

Es ist also auch durchaus interessant, sich die Einzelbewertungen anzusehen bzw. die Verkostungsnotizen in ihrer Gesamtheit zu lesen, um Tendenzen in der Entwicklung der Weine zu erkennen.

Zur Erinnerung – wer den Prioratführer bereits in früheren Jahren gekauft hat, erhält die aktuelle Version 2010 zum günstigeren Vorzugspreis und wer die aktuelle Ausgabe bereits hat, kann einen Mail-Update Service dazu bestellen und er erhält so die überarbeiteten Seiten sofort, ohne auf die Ausgabe 2011 warten zu müssen. Auch alle neu erscheinenden Seiten zu neuen Erzeugern werden nach fertigstellung sofort als PDF verschickt.

3. Nacht der WEINE VON TORROJA DEL PRIORAT am 21.08.2010

18. August 2010

3ers Nit dels Vins de Torroja del Priorat

Zum 3. Mal findet in Torroja eine Nacht der Weine des Dorfes statt. Interessant sicher für oenophile Prioratfreaks, die grad irgendwo in der Gegend Urlaub machen und sich den termin kurzfristig noch einrichten können. Für eine Reise von Bernburg nach Torroja kam die Einladung leider etwas zu spät.

Die Nacht der Weine findet jetzt am 21.08.2010 im Schwimmbad von Torroja statt. Es stellen sich die Erzeuger Torroja´s mit ihren Weinen vor. Neben den “üblichen Verdächtigen”, die bereits im Prioratführer beschrieben sind, gibt es insgesamt vier neue Namen… Es geht also weiter steil aufwärts in diesem wunderschönen Dorf im Herzen des Priorats. Insgesamt sind es dann 14 Erzeuger, wenn ich Melis und den “dienstältesten Prioratwinzer” Jaume Aixalà Sabaté dazu rechne, die den extremen Llicorella Böden der Gemarkung super mineralische Tropfen abringen. Oft in superber Qualität natürlich – und mit dem durchaus erkennbaren Torroja – Touch!

Der Eintritt kostet 8 €, wer zusätzlich versuchen möchte, einen der Preise beim “Gran Repte 2010″ zu gewinnen, muss hier nochmals zusätzlich 4 € Startgeld zahlen. Bei diesem Wettbewerb müssen in der kürzesten Zeit die meisten der angestellten Weine blind richtig zugeordnet werden, um auf die Plätze 1 bis 3 zu kommen, die mit exzellenten gesponsorten Preisen bedacht werden – Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall.

Beginn der Nacht der Weine ist um 22.00 Uhr, der Wettbewerb startet um 23.30 Uhr.

Für eingeladene professionelle Teilnehmer gibt es ein erweitertes Programm, welches bereits am Nachmittag beginnt. Hier wird u.a. ein Aussichtspunkt über die Gemarkung Torroja im Geländewagen angefahren und eine Blindverkostung gibt einen Überblick über die Erzeuger Torrojas und ihre Weine.

Hier die Liste aller teilnehmenden Winzer:

- Combier-Fischer-Gerin (Trio
Infernal).
- Escoda Pallejà.
- Francès- Bretón.
- Germans Sabaté.
- Heid-Marquès.
- Ismael Biosca.
- Llicorella Vins.
- Mayol Viticultors.
- Sabaté i Mur Vinaters.
- Terroir al Límit.
- Vins d’Alta Qualitat- Rotllan Torra.
- Aixalà Alcait (Pardelasses).